Muuto ist die Marke, die viele Menschen kennen, ohne den Namen zu erinnern. Der Fiber Stuhl im Konferenzraum, die Dots Garderobenhaken im Flur einer Mietwohnung, der 70/70 Tisch in der Bürokantine, die Strand Pendelleuchte über dem Esstisch eines Freundes - all das stammt aus Kopenhagen und trägt denselben Markenkern: ein neuer Blick auf das skandinavische Erbe, formuliert von zeitgenössischen Designern statt von Museumskuratoren.
Muuto auf einen Blick
- Gegründet: 2006 in Kopenhagen.
- Gründer: Peter Bonnén und Kristian Byrge.
- Name: abgeleitet vom finnischen Wort muutos - neue Perspektive.
- Portfolio: Möbel, Leuchten, Wohnaccessoires.
- Designer: Cecilie Manz, Thomas Bentzen, Anderssen & Voll, TAF Studio, Iskos-Berlin u. a.
- Ikonen: Fiber Chair, 70/70 Tisch, Dots Hooks, Outline Sofa, Strand Pendel.
- Eigentümerin seit 2017: Knoll Inc. (heute Teil von MillerKnoll).
Eine Marke, die aus einem leeren Marktsegment entstand
Als Peter Bonnén und Kristian Byrge 2006 in Kopenhagen die ersten Muster ihrer Marke vorstellten, war die Lage des dänischen Möbelmarkts auffällig: Die großen Namen der mittleren Jahrhundertwende - Arne Jacobsen, Hans J. Wegner, Poul Henningsen - wurden weiter produziert, gepflegt und mit Stolz verkauft. Aber die Marke, die das Gleiche für die Designsprache des einundzwanzigsten Jahrhunderts versuchte, fehlte. Zeitgenössische skandinavische Designer arbeiteten verstreut, hatten oft nur kleine Auflagen und keine Bühne. Muuto sollte diese Bühne werden.
Bonnén und Byrge kannten beide den Großhandel mit Designmöbeln, hatten aber kein eigenes Designstudio. Stattdessen entschieden sie sich für ein kuratorisches Modell, das Möbelverlage wie Vitra oder Cassina seit Jahrzehnten praktizieren: Sie suchen die Designer aus, definieren die Linie, geben den Briefing-Rahmen vor und finanzieren die Produktion. Die Designer behalten Honorar und Anerkennung, die Marke behält die Konsistenz.
Die ersten Kollektionen zeigten den Ansatz schon deutlich. Die E27 Pendelleuchte von Mattias Ståhlbom, ein nackt sichtbarer Lampenfuß mit farbigem Kabel, war Designgeschichte als Kommentar: alles, was man von einer Leuchte braucht, ist eine Fassung. Die Halves Couchtische von TAF Studio bewiesen, dass eine geometrisch ungewöhnliche Form trotzdem im Wohnzimmer eines Familienhaushalts funktioniert. Beide Stücke waren 2008 auf dem Markt - drei Jahre vor dem ersten Fiber Stuhl, sechs Jahre vor dem Outline Sofa.
Heute ist Muuto in 50 Ländern vertreten, beschäftigt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und hat seit 2017 mit der US-amerikanischen Knoll Inc. einen Eigentümer, der Vertrieb in Nordamerika und Kapital für Materialforschung beisteuert, ohne den dänischen Designkern anzutasten.
Designphilosophie: nicht das alte Erbe, sondern dessen Fortsetzung
Der Marketingbegriff von Muuto lautet seit Jahren New Perspectives on Scandinavian Design. Das klingt wie eine Floskel, beschreibt aber die Haltung präzise. Skandinavisches Design wird hier nicht als historisches Genre behandelt, das man kuratiert und respektvoll im Glaskasten ausstellt, sondern als lebendige Tradition, die sich weiter entwickelt. Drei Kriterien sind dafür entscheidend.
Erstens das Material. Eichenholz, Wollfilz, Aluminiumguss und unbehandeltes Linoleum kommen bei Muuto in nahezu jeder Kollektion vor. Der Fiber Stuhl trieb diese Materialdisziplin sogar weiter und brachte 2014 Holzfasern in den Massenmarkt - ein Bio-Composite, das sich anfühlt wie matter Kunststoff und sich verhält wie ein robustes Polymer, aber zu 25 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen besteht.
Zweitens die Maßstäbe. Muuto-Möbel sind selten überlebensgroß. Das Outline Sofa wirkt einladend, ohne ein Wohnzimmer zu erschlagen, der 70/70 Tisch ist exakt 70 mal 70 Zentimeter groß und sitzt damit als Beistelltisch zwischen Sessel und Sofa wie selbstverständlich. Die Skalierung folgt nordeuropäischen Wohnungen mit 60 bis 110 Quadratmetern, nicht amerikanischen Lofts.
Drittens die Wiederholung. Viele Muuto-Möbel funktionieren in Familien. Die Dots Hooks gibt es in fünf Größen und drei Materialien. Der Cover Stuhl von Thomas Bentzen wird als Vier-Bein-Variante, mit Armlehnen, als Drehstuhl und Barhocker angeboten. Wer einen Stuhl kauft und ein Jahr später eine kleine Bar einrichtet, findet die passende Höhe in der gleichen Linie.
Wichtige Kollektionen und Produkte im Überblick
Fiber Chair (2014, Iskos-Berlin)
Der Fiber Chair ist das meistverkaufte Möbelstück von Muuto und das technisch ambitionierteste. Boris Berlin und sein Studio Iskos-Berlin entwickelten zusammen mit einem italienischen Spritzguss-Hersteller eine Sitzschale aus Holzfasern und einem PP-Trägerharz, in dem die natürliche Faserstruktur sichtbar bleibt. Das Resultat ist ein Stuhl, der wie matter Kunststoff aussieht, aber Holzwärme hat. Acht Gestellvarianten - Eiche, Buche, Stahlrohr, Schlitten, Drehstuhl, Bar - haben den Stuhl in Cafés, Wartebereichen und Esszimmern weltweit untergebracht.
Outline Sofa (2014, Anderssen & Voll)
Das Outline Sofa zog scharfe Linien um ein klassisches Drei-Sitzer-Sofa. Sichtbare Nähte, zurückgesetzte Aluminiumfüße, eine fast architektonische Silhouette - Anderssen & Voll arbeiteten mit der Idee, ein Möbelstück so zu zeichnen, wie man es als Designstudent skizzieren würde. Mit Modulen für Eckkonfigurationen, Chaiselongues und Hockern wuchs das Sofa über die Jahre zu einer ganzen Familie.
70/70 Tisch (2015, Thomas Bentzen)
Quadratisch, 70 mal 70 Zentimeter, mit einer leicht abgerundeten Tischkante und unterspannten Querverstrebungen - der 70/70 Tisch ist einer der erfolgreichsten Kantinen- und Konferenztische des letzten Jahrzehnts. Bentzens Gestaltung holt das Ergonomie-Erbe von Hans J. Wegner ins Open-Space-Büro, ohne Wegner zu zitieren. Erweiterungen mit 170 und 225 Zentimetern Länge machen den Tisch auch in Bibliotheken und Werkstätten einsetzbar.
Dots Hooks (2012, Lars Tornøe)
Lars Tornøes Dots Hooks sind das, was Designer einen typological reset nennen: ein Wandhaken, der wieder bei null anfängt. Holzkugeln mit konkaver Außenseite, in fünf Größen und drei Holzarten, werden einzeln oder in Cluster-Formationen montiert. Jeder, der schon einmal eine Garderobe aus IKEA-Hakenleisten gesehen hat, versteht beim ersten Blick auf die Dots, warum dieses Stück seit über einem Jahrzehnt verkauft wird.
Strand Pendelleuchte (2018, Daniel Debiasi und Federico Sandri)
Die Strand-Leuchte hängt in einem schmalen Streifen aus pulverbeschichtetem Metall vom Decken-Baldachin und ergibt damit eine ungewöhnlich grafische Lichtgeste. Über dem Esstisch leuchtet sie das Geschirr aus, ohne den Sichtkontakt am Tisch zu unterbrechen. Erhältlich in Schwarz, Anthrazit, Olivgrün, Burgunderrot und gebrochenem Weiß.
Restore Basket (2014, Mika Tolvanen)
Tolvanens Restore Basket nutzt PET-Filz aus recycelten Plastikflaschen für einen weichen Aufbewahrungskorb mit Ledergriff. Was wie eine Designstudentenarbeit anfangen könnte, wurde ein Verkaufserfolg, weil Restore das Aufbewahrungsregal an dem Punkt erwischt, an dem es zwischen Funktion und Wohnzimmer steht.
Cover Stuhl (2013, Thomas Bentzen)
Vor dem 70/70 Tisch entwarf Bentzen den Cover-Stuhl. Eine massive Eichenholz-Rückenlehne umarmt einen ergonomisch geformten Sitz, die Form erinnert entfernt an Wegners CH88, ohne ihn zu zitieren. Über Vier-Bein-, Schlitten-, Dreh- und Barhocker-Varianten wuchs Cover zu einer der größten Stuhl-Familien im Muuto-Programm.
Halves Couchtisch (2008, TAF Studio)
TAF Studios Halves war eines der ersten Produkte von Muuto - ein Couchtisch, dessen Tischplatte aus zwei halbkreisförmigen Hälften besteht, die in unterschiedlichen Höhen miteinander vernetzt sind. Was wie eine Designstudie aussieht, hat sich praktisch bewährt: Die untere Hälfte trägt Bücher, die obere ein Glas Tee.
Stacked Regalsystem (2013, JDS Architects)
Das modulare Stacked System aus Pulverbeschichtungs-Polyethylen erlaubt eine offene Regalkomposition, die sich an die Wand schmiegt oder als Raumtrenner steht. Die Module gibt es in vier Farben und drei Tiefen. JDS Architects um Julien De Smedt entwarfen das System ursprünglich für ein temporäres Ausstellungsdesign, Muuto übernahm es in die Serienproduktion.
Die Designer hinter Muuto
Muutos Designer-Roster liest sich wie eine Bestandsaufnahme des zeitgenössischen skandinavischen Designs. Drei Namen prägen die Marke besonders.
Cecilie Manz ist die wohl bekannteste lebende Designerin Dänemarks. Ihre Workshop-Stuhl-Serie für Muuto verbindet ihren Workshop-Tisch aus dem Jahr 2009 mit einem ergonomisch ausgeformten Sitz, die Caravaggio-Pendelleuchten - obwohl bei Lightyears entworfen - definieren bis heute, wie man eine zeitgenössische Pendelleuchte zeichnet. Manz arbeitet aus einem Atelier in Kopenhagen und entwirft seit 2002 für rund ein Dutzend Marken; in Muutos Programm steht sie für die strenge, gedankliche Designsprache, die das Haus von einer Lifestyle-Marke abhebt.
Thomas Bentzen ist der quantitativ wichtigste Muuto-Designer. Cover, 70/70, Loft Bar Stool, Halves Stool, Couple Storage - kaum eine Saison vergeht ohne ein neues Bentzen-Stück. Sein Stil ist warm, materialnah, geprägt von dänischer Möbeltradition und einem Hang zu Mengen-Wiederholungen statt Einzelstücken.
Anderssen & Voll aus Oslo bilden das norwegische Gegengewicht zur dänischen Schwerpunktbildung. Torbjørn Anderssen und Espen Voll haben mit Outline Sofa, Cover Sofa und Restore Basket drei sehr unterschiedliche Stücke entworfen. Ihre Arbeit fällt durch eine grafische Strenge auf, die Norwegens skulpturale Designtradition fortschreibt.
Daneben prägen weitere Studios das Bild: Iskos-Berlin für den Fiber Chair, TAF Studio aus Stockholm, Jens Fager mit der Visu-Stuhlserie, Mattias Ståhlbom für die E27-Leuchte, Big-Game aus Lausanne mit der Sketch-Stuhlfamilie und Daniel Debiasi und Federico Sandri für Strand und Beat.
Materialien und Handwerk
Die Materialliste von Muuto ist kürzer, als es das breite Programm vermuten lässt. Eichenholz - meist FSC-zertifiziert aus skandinavischer und osteuropäischer Forstwirtschaft - kommt in praktisch jeder Kollektion vor, geölt oder klar lackiert. Buche wird seltener eingesetzt, vor allem im Cover-Programm. Aluminium pulverbeschichtet ist das Standardmaterial der Gestelle und Beistelltische, mit einer Palette aus Schwarz, Anthrazit, Aluminium-Natur, Olivgrün, Burgunderrot und gebrochenem Weiß.
Im Polsterbereich arbeitet Muuto fast ausschließlich mit Wolltextilien aus Skandinavien und Italien. Kvadrat, der dänische Textil-Verleger, liefert Stoffe wie Hallingdal, Remix und Steelcut Trio für die Outline- und Cover-Sofas. Bei Loungebezügen wird zunehmend recyceltes Polyestergewebe von Camira und Innofa eingesetzt.
Der konstruktive Sonderfall bleibt der Fiber Chair: ein naturfaserverstärktes Bio-Composite, dessen Zusammensetzung Muuto über die Jahre angepasst hat. Die aktuelle Variante enthält 25 Prozent Holzfasern und ist nach Cradle-to-Cradle Bronze zertifiziert.
Wo Muuto im Raum am besten wirkt
Muuto-Möbel sind dann am stärksten, wenn sie nicht den ganzen Raum übernehmen, sondern wenige Punkte setzen. Drei Räume zeigen das besonders gut.
Das Esszimmer. Ein 70/70 Tisch in der Länge von 170 oder 225 Zentimetern, vier bis acht Cover-Stühle aus Eichenholz, eine Strand-Pendelleuchte mittig über dem Tisch - das ist eine ruhige, langlebige Esszimmer-Konfiguration. Wer es kühler will, ergänzt einen Fiber Chair am Kopfende.
Der Eingangsbereich. Dots Hooks in drei Größen, ein kleines Stacked-Regal an der Wand, eine schmale Strand-Wandleuchte - kombiniert ergibt das eine Garderobe, die nicht wie eine Garderobe wirkt. In Mietwohnungen, in denen Bohrlöcher zählen, liefern Dots eine Lösung mit minimalem Eingriff.
Das Home-Office. Workshop-Stuhl von Cecilie Manz an einem 70/70 Tisch, eine Restore-Box für die Aktenordner, ein Couple-Storage für die Tasche - Muuto ergibt eine Büroinsel, die sich in eine Wohnung integriert, ohne wie ein Bürostuhl auszusehen. Der Workshop-Stuhl hat keine Räder und keine Höhenverstellung, eignet sich aber für vier bis sechs Stunden konzentrierte Arbeit am Tag.
Wie Muuto im Vergleich zu Hay, Gubi und Ferm Living einzuordnen ist
Die zeitgenössische skandinavische Möbelszene ist klein genug, dass sich vier Häuser jede Saison gegenseitig beobachten: Gubi, Hay, Muuto und Ferm Living. Ihre Profile unterscheiden sich.
Hay arbeitet preislich oft unter Muuto, ist experimenteller mit Farbe und Druckmuster und veröffentlicht jede Saison mehr Neuheiten als die anderen drei zusammen. Wer kleine Akzente wünscht, ist bei Hay richtig - sei es eine Schale, ein Posterrahmen oder ein Strandstuhl.
Gubi geht den anderen Weg und konzentriert sich auf Re-Editionen historischer Designs (Beetle Stuhl, Multi-Lite Pendel, Pacha Lounge) sowie auf wenige zeitgenössische Designer. Wo Muuto immer fragt was wäre der nächste Schritt, fragt Gubi welcher Klassiker ist es wert, wieder produziert zu werden.
Ferm Living rückt näher an Wohnaccessoires, Heimtextilien und Kindermöbel und liefert eine breitere, weichere Markenwelt. Die Möbel-Linie ist im Vergleich zu Muuto klein.
Muuto positioniert sich in dieser Gruppe als das Haus mit dem schmalsten Programm, aber den durchgearbeitetsten Einzelstücken. Wer pro Kategorie ein Möbel sucht, das eine Wohnung über fünfzehn Jahre tragen kann, kauft hier.
Pflege und Langlebigkeit
Muuto-Möbel sind so konstruiert, dass sie sich reparieren lassen. Ersatzteile - Schraubsätze, Filzgleiter, Polsterstoffe - sind über Vertriebspartner bis zu zehn Jahre nach Markteinführung erhältlich. Polsterbezüge bei Outline und Cover lassen sich austauschen.
Geölte Eichenoberflächen brauchen einmal jährlich eine dünne Schicht Hartwachsöl, lackierte Oberflächen vertragen feuchte Tücher. Die Sitzschalen des Fiber Chairs lassen sich mit lauwarmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen, das Bio-Composite reagiert nicht auf Fettflecken oder Rotwein.
Bei der Strand-Pendel braucht der LED-Treiber im Mittel acht bis zehn Jahre, bis er getauscht werden muss; Ersatztreiber sind beim Hersteller bestellbar. Die Sitzpolster der Outline-Familie sind mit doppelten Reißverschlüssen ausgestattet und können vom Polsterer der Wahl neu bezogen werden.
Lena Berger
Redakteurin und Innenarchitektin aus Hamburg. Schreibt seit 2014 über nordisches Design - früher für die deutsche Ausgabe von Wallpaper* und AD, heute für inwohn. Hat alle hier portraitierten Marken in Werkstätten und Studios in Kopenhagen, Helsinki und Oslo besucht.
Häufige Fragen zu Muuto
Wo wird Muuto produziert?
Muuto entwirft in Kopenhagen und lässt einen Großteil seiner Möbel in Skandinavien und Mitteleuropa fertigen. Die Polsterung übernehmen Werkstätten in Dänemark und Polen, Holzgestelle stammen aus Dänemark und Litauen, Kunststoffteile wie beim Fiber Stuhl werden in Italien produziert.
Was bedeutet der Name Muuto?
Muuto leitet sich vom finnischen Wort muutos ab, das so viel wie neue Perspektive
oder Veränderung
bedeutet. Es bringt das Markenversprechen auf den Punkt: skandinavisches Design weiterdenken, statt es zu kopieren.
Wer hat Muuto gegründet?
Muuto wurde 2006 von den Dänen Peter Bonnén und Kristian Byrge in Kopenhagen gegründet. Beide kamen aus dem Möbelhandel und wollten zeitgenössische Designer mit echtem skandinavischen Erbe sichtbar machen.
Welcher Stuhl ist der bekannteste von Muuto?
Der Fiber Chair von Iskos-Berlin, 2014 vorgestellt, ist der meistverkaufte Muuto-Stuhl. Seine Sitzschale aus naturfaserverstärktem Kunststoff ist eines der ersten breit eingesetzten Beispiele für Bio-Composite in Serienmöbeln.
Ist Muuto teuer im Vergleich zu Ikea?
Muuto liegt deutlich über Ikea, aber unter Fritz Hansen oder Carl Hansen. Ein Fiber Stuhl kostet je nach Ausführung 350 bis 600 Euro, ein Outline Sofa 4.000 bis 7.000 Euro. Der Preis spiegelt skandinavische Fertigung, Designer-Honorare und Lebensdauer.
Welche Designer arbeiten regelmäßig für Muuto?
Zu den prägenden Designern gehören Cecilie Manz (Outline Sofa, Workshop Stuhl), Thomas Bentzen (70/70 Tisch, Loft Bar Stool, Cover Stuhl), das norwegische Studio Anderssen & Voll (Restore Basket, Cover Sofa), TAF Studio (Halves Couchtisch) und Jens Fager (Visu).
Wie heißt der bekannte Garderobenhaken von Muuto?
Die Dots Hooks von Lars Tornøe, 2012 erschienen, sind das meistkopierte Muuto-Produkt. Holzkugeln mit konkavem Profil werden einzeln oder in Cluster-Formationen an die Wand gesetzt - funktional, taktil, leicht zu mischen.
Wie pflegt man Muuto-Möbel aus Eichenholz?
Geölte Eichenoberflächen mit einem nebelfeuchten Tuch reinigen, einmal jährlich mit Möbelöl pflegen. Lackierte Eiche braucht nur ein weiches Tuch, keine scharfen Reiniger. Direkte Sonne vermeiden, da Eiche sonst nachdunkelt.
Welche Muuto-Leuchten lohnen sich für einen Esstisch?
Über dem Esstisch arbeiten besonders die Strand Pendant von Daniel Debiasi und Federico Sandri, die E27 Pendel von Mattias Ståhlbom und die Cosy in White von Harri Koskinen. Wichtig: Unterkante der Leuchte 60 bis 70 Zentimeter über der Tischplatte.
Kann man Muuto auch second-hand kaufen?
Ja, der Gebrauchtmarkt für Muuto ist aktiv. Plattformen wie Vinterior, Pamono oder Ebay Kleinanzeigen listen regelmäßig Fiber Stühle, Around-Tische und Outline Sofas. Achten Sie auf Originalstempel unter Sitzschalen oder an der Tischunterseite.
Ist der Fiber Stuhl outdoor-tauglich?
Es gibt eine eigene Outdoor-Version mit UV-stabilisierter Sitzschale und Aluminiumgestell. Die Indoor-Varianten mit Holzgestell sind ausschließlich für trockene Räume gedacht; UV-Strahlung würde die Faserstruktur ausbleichen.
Wo finde ich offizielle Muuto-Showrooms in Deutschland?
Muuto unterhält keine eigenen Stores, sondern arbeitet mit Fachhandelspartnern. In Deutschland zeigen Stilwerk Berlin, Pro Office Bielefeld und mehrere designaffine Einrichtungshäuser in München, Hamburg und Stuttgart die aktuelle Kollektion.
Wie unterscheidet sich Muuto von Hay?
Hay arbeitet preislich oft günstiger und experimenteller mit Farbe, Muuto bleibt zurückhaltender und arbeitet stärker mit gewachsenen Materialien wie Eiche und Wollfilz. Hay liefert breite Produktfamilien, Muuto setzt auf wenige sehr durchgearbeitete Stücke pro Designer.
Bietet Muuto Garantie auf seine Produkte?
Muuto gewährt fünf Jahre Garantie auf strukturelle Defekte bei Möbeln, zwei Jahre auf elektrische Komponenten von Leuchten. Voraussetzung ist der Kaufnachweis bei einem autorisierten Händler.
Welche Farben sind die typischen Muuto-Töne?
Muutos Palette bleibt überwiegend zurückhaltend: warmes Eichenholz, gebrochenes Weiß, Hellgrau, Salbeigrün, ein gedecktes Terrakotta und ein tiefes Marineblau. Saison-Farben wie Pflaume oder Senf kommen begrenzt dazu.
Gehört Muuto inzwischen zu Knoll?
Ja, seit 2017 ist Muuto Teil der Knoll Inc., die seit 2021 zur MillerKnoll-Gruppe gehört. Designentscheidungen werden weiterhin in Kopenhagen getroffen, der Vertrieb in Nordamerika läuft über Knolls Strukturen.
Weitere Marken-Portraits
Wer Muuto gut findet, sieht meistens auch in diesen Häusern eine Linie: